10.12.2020

Luftrennen

Geschichte

Luftsport gibt es fast solange, wie es „Schwerer-als-Luft“-Rennen gibt. 1909 fand das erste Luftrennen, der Prix de Lagatinerie, in Frankreich statt. Seitdem haben sich die Flugzeuge weiterentwickelt, sie sind schneller, leichter und die Flugtechnik präziser geworden.

Heutzutage gibt es noch einige wenige Rennen auf der ganzen Welt, die zwischen Navigations-, Langstrecken- und Pylonenrennen variieren.

Die letztgenannte Disziplin, die vor allem in den Vereinigten Staaten sehr beliebt ist, wurde 1964 in Reno, Nevada, bekannt. Flugzeuge fliegen in geringer Höhe mit Geschwindigkeiten von bis zu 800 km/h um Pylonen.

Seit dem Jahr 2014 gibt es eine neue Veranstaltung namens Air Race 1. Überwacht von der Formula Air Racing Association, gleicht das Rennen dem Konzept des Pylonen-Rennens. Die Priorität liegt jedoch auf dem Rennsport und der - manchmal handwerklichen - Entwicklung von Kleinflugzeugen.

Im Jahr 2018 kam die Idee einer 100 % elektrischen Meisterschaft auf: Air Race E. Im Februar 2019 unterschreibt Airbus und wird offizieller Gründungspartner der Veranstaltung. Das Ziel dieses internationalen Cups ist es, die Konstruktion und Entwicklung neuer Technologien zu fördern. Dieser spektakuläre Wettbewerb, der Teams aus der ganzen Welt anzieht, wird 2021 starten.

Pie Aeronefs SA, als offizielles Team, ist stolz darauf, als einziges Schweizer Team teilnehmen zu können.

Regeln und Vorschriften

Air Race E ist ein Pylonen-Rennen. Es startet eine Staffel von 8 Flugzeugen gleichzeitig und fliegt dann 5 Runden um einen 5 km langen Rundkurs mit einer Geschwindigkeit von ca. 450 km/h und das in einer Höhe von 9 bis 75 m über dem Boden.

Abhängig von den Windverhältnissen kann die Breite des Rundkurses angepasst werden. Je nach Geschwindigkeit in den Kurven wird berechnet, dass der Pilot zwischen 3 und 5 Gs erfährt.

Sieger der Veranstaltung ist derjenige, der als erster die Ziellinie überquert. Das Rennen ist jedoch eine Premiere für elektrische Antriebe. Wir glauben, dass das Beenden des Rennens selbst schon die größte Belohnung sein wird.

Was das Flugzeug betrifft, so muss es zu 100 % elektrisch sein und einen oder mehrere Festpropeller haben. Der Motor wird maximal 150 kW (203 PS) entwickeln und die Batterien müssen es dem Flugzeug erlauben, ein Rennen zu fliegen (25 km) und dann, zurück am Boden, mindestens 15 Minuten Reserve zu haben.

Batterien sind immer noch ein gefährliches Bauteil und müssen mit einem effizienten Brandschutzsystem ausgestattet werden.

Zu den allgemeineren Informationen gehört, dass das Flugzeug ein paar hundert Kilo wiegt und das Fahrwerk fixiert werden muss. Der Pilot muss einen Schutzhelm und einen Fallschirm tragen, und die Kabinenhaube des Flugzeugs muss im Falle eines Problems einen einfachen Abwurf ermöglichen.

Auch wenn die Sicherheit im Vordergrund steht und die Flugzeuge eine Fluggenehmigung der Zivilluftfahrtbehörde benötigen, bleibt die Tatsache bestehen, dass der Motorsport im Allgemeinen immer noch ein Hochrisikosport ist, was ihn aber attraktiv und spektakulär macht.